Demokratie im Stresstest: Das Forum Offene Gesellschaft in Zeiten voller Umbrüche
Kriege, geopolitische Umbrüche, autoritäre Kräfte, Desinformation: Unsere Demokratie steht unter Druck. Die Leipziger Buchmesse bietet mit dem Forum Offene Gesellschaft deshalb zum vierten Mal eine zentrale Plattform, um die drängenden Fragen unserer Zeit zu diskutieren. Neu 2026: Das Publikum ist in offenen Gesprächsrunden eingeladen, mitzudiskutieren.
Vom 19. bis 22. März werden im Forum Offene Gesellschaft in Halle 5, Stand K500 wieder zahlreiche Autor:innen und Vertreter:innen aus Politik, Kultur, Wissenschaft, Aktivismus und Medien aufeinander treffen – darunter Politiker:innen wie Roderich Kiesewetter, Marcel Hopp und Stefanie Franzl, die Expert:innen Klaus Brinkbäumer, Miriam Davoudvandi und Prof. Dr. Olaf Müller sowie die Autor:innen Esther Dischereit, Hasnain Kazim und Viktor Jerofejew. Sie sprechen aus verschiedenen Perspektiven über die Frage, wie sich Demokratie verteidigen lässt, welche Rolle Deutschland in der globalen Machtverschiebung einnehmen muss und was der Rechtsruck und globale Krisen mit unserem Alltag machen und ob in der heutigen weltpolitischen Lage noch Platz für Pazifismus bleibt. Über diese Themen und viele weitere Punkte diskutieren in verschiedenen Talks unter anderem auch:
- Roderich Kiesewetter, CDU-Bundestagsabgeordneter und Oberst a.D. der Bundeswehr
- Marcel Hopp, Berliner SPD-Landespolitiker und sogenanntes Gastarbeiterkind
- Prof. Dr. Olaf Müller, Wissenschaftsphilosoph
- Carla Hinrichs, Mitbegründerin der Letzten Generation
- Stefanie Franzl, Junge-Union-Politikerin
- Sally Lisa Starken, Podcasterin
Über Identität und Heimat am Beispiel Ostdeutschland sprechen die Schriftsteller Lukas Rietzschel und Alexander Prinz sowie die Schauspielerin Mai Duong Kieu. Wie Flucht und Ankommen in der nicht immer offenen Gesellschaft in Deutschland literarisch verarbeitet werden können, ist Thema der Autorin Tete Loeper, Überlebende des Genozids in Ruanda, und des aus dem Irak geflüchteten Schauspielers und Fotografs Delschad Numan Khorschid. Eine kontroverse Debatte über Judentum, Islam und die Sehnsucht nach Freiheit in Deutschland liefern sich der ehemalige Grünen-Politiker und EU-Parlamentarier Daniel Cohn-Bendit und der für seine scharfzüngigen Debatten bekannte Autor Hasnain Kazim.
CORRECTIV-Gründer David Schraven diskutiert mit Elisa Hoven, Richterin am Sächsischen Verfassungsgerichtshof, über Medienvertrauen, Deepfakes und die Verantwortung eines unabhängigen Journalismus. Ronen Steinke, Leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung und Helga Frese-Resch, Co-Sprecherin der IG Meinungsfreiheit, sprechen über die Grenzen von Meinungsfreiheit. Dass Wahrheitsfindung auch jenseits der Politik gefragt ist, zeigt der Live-Podcast „Handelsblatt Crime“.
Alle Veranstaltungen des Forums Offene Gesellschaft sind online einsehbar.