Was geschieht, wenn die KI beginnt, unsere Geschichten zu schreiben – und unser Leben zu beenden?
Beschreibung
In einer Zukunft, in der die Menschen ihr Leben fast vollständig in der virtuellen Realität „Bubble“ verbringen, verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrheit, Erinnerung und Programmierung. Kajus, ein stiller Beobachter in dieser künstlich perfektionierten Welt, versucht zu begreifen, was noch echt ist. Sind es Gefühle, Freundschaft oder nur Datenströme, die das simulierte Glück am Laufen halten? Mit kühler Klarheit und philosophischer Tiefe entwirft Unė Kaunaitė ein erschütternd gegenwärtiges Zukunftsbild. Sie erzählt von Liebe und Verlust im digitalen Zeitalter, von der Sehnsucht nach Nähe in einer Welt totaler Vernetzung und stellt die große Frage: Was geschieht, wenn Künstliche Intelligenz beginnt, unsere Geschichten zu schreiben – und unser Leben zu beenden? Ein moderner, literarisch anspruchsvoller Roman zwischen Dystopie und Liebesgeschichte, der George Orwells „1984“ hundert Jahre später weiterschreibt – in einer Ära digitaler Überwachung, algorithmischer Sehnsucht und emotionaler Simulation. Aus dem Litauischen übersetzt von Markus Roduner.
Unė Kaunaitė, geb. 1991 in Vilnius, studierte Psychologie und Sozialanthropologie in St. Andrews, Schottland, sowie Pädagogik in Cambridge. Sie arbeitete im litauischen Kultusministerium und gehört zu den prägenden Stimmen der jungen baltischen Literatur. 2023 veröffentlichte sie ihren bislang erfolgreichsten Roman „2084“, der mehrfach ausgezeichnet wurde und nun als ihre erste Veröffentlichung in deutscher Sprache erscheint.