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Facts & Fiction (aktualisiert)

Die wirkliche Krise

Messegelände
10:30 - 11:15 Uhr Fr. 20. März
Veranstalter: Forum Offene Gesellschaft , Arte, Polnisches Institut Berlin, Institut Français

Kurzbeschreibung

Dorota Masłowska, Delphine Minoui und Dmitrij Kapitelman im Gespräch. Moderiert von Shila Behjat

Beschreibung

Während Kritiker:innen eine „Krise der Fiktion“ der zeitgenössischen Literatur diagnostizieren – geprägt von Autofiktion und realitätsnahen Erzählungen, die sich auf Kriminalfälle, echte Begebenheiten oder historische Stoffe stützen –, erlebt unsere Gesellschaft gewissermaßen das Gegenteil: eine Krise der Wirklichkeit.

Das schwindende Vertrauen in die Medien, Wissenschaft und Institutionen erzeugt den Eindruck, in einer Welt zu leben, in der alternative Realitäten und nebulöse Wahrheiten plötzlich ebenso viel Gewicht haben wie überprüfte Fakten. Drei europäische Autorinnen und Autoren, die auf eine Laufbahn in der Literatur und/oder im journalistischen Schreiben zurückblicken, gehen gemeinsam der Frage nach, was sich heute eigentlich im Spannungsfeld zwischen Wirklichkeit und Fiktion abspielt.

Der Debütroman der polnischen Autorin Dorota Masłowska „Schneeweiß und Russenrot“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihr Roman „Im Paradies“. Ihre Bühnenstücke werden auch in Deutschland aufgeführt.

Delphine Minoui ist Auslandskorrespondentin für Le Figaro, hat lange im Iran gelebt und berichtet seit 25 Jahren über das Geschehen im Nahen und Mittleren Osten. 2006 wurde sie für eine Artikelserie über den Irak und den Iran mit dem Prix Albert Londres ausgezeichnet. 2026 wurde sie vom französischen Präsident in den Stand einer Ritterin der Ehrenlegion erhoben, als Auszeichnung für ihre Arbeit als Journalistin und Autorin. Ihr Roman „Badjens“ ist für den Prix PREMIERE 2026 nominiert.

Dmitrij Kapitelman wurde in Kyjiw geboren und kam im Alter von acht Jahren als „Kontingentflüchtling“ mit seiner Familie nach Deutschland. Heute arbeitet er als freier Journalist. Sein jüngster Roman, „Russische Spezialitäten“, war 2025 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Shila Behjat ist Journalistin und Publizistin mit deutschiranischen Wurzeln. Sie studierte Jura in Hamburg und Paris, war Korrespondentin in London, lebte als freie Journalistin in Indien und berichtete für das Frauenportal Aufeminin.com über Gleichstellung in der EU. Als Kulturredakteurin bei ARTE verantwortet sie Dokumentationen und neue Formate. m Jahr 2025 erschien ihr Essay Frauen und Revolution bei Hanser Verlag.

In Kooperation mit dem Institut français Deutschland, dem Polnischen Institut Berlin und Arte

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Moderation

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Forum Offene Gesellschaft  (Halle 5, K500)