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Glanz und Grauen im feministischen Spiegelkabinett (neu: Uhrzeit) (aktualisiert)

Carte Blanche für das queerfeministische Veranstaltungskollektiv feministischer salon basel

Stadtgebiet
20:00 - 22:30 Uhr Fr. 20. März
Veranstalter: Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung

Kurzbeschreibung

Vier feministische Perspektiven auf die schrill glänzend grauenhaft großartige Gegenwart.

Beschreibung

Vier Autorinnen aus der Schweiz und Österreich halten der Gegenwart einen literarischen Spiegel vor – schräg, scharf, suchend.
Im feministischen Spiegelkabinett verzerren, vervielfältigen und brechen sich gesellschaftliche Bilder: von Alltag und Macht, Körpern und Blicken, Technik und Begehren.

Nora Osagiobares Debüt „Daily Soap“ (Kein & Aber) erzählt von Toni, die zwischen Alltagsrassismus, familiären Abgründen und Reality-TV kurz abzuschalten versucht – und dabei merkt, wie sehr das eigene Leben zur Seifenoper wird. Wenn private Verstrickungen undöffentliche Inszenierungen aufeinandertreffen, stellt sich die Frage: Wer schaut hier eigentlich wem zu?

Gianna Roveres „Episoden von Alltagselefanten“ (Verlag sechsundzwanzig) sammelt, tastet, verschiebt. In kaleidoskopartigen Kurztexten entstehen überraschende Verbindungen zwischen Elefant*innen und Frauen, zwischen Körpern, Volumen und den Blicken, die sieformen. Eine literarische Spurensuche nach Selbstzweifeln, Scham und Widerstand – ausgelöst durch eine beiläufige, herablassende Beobachtung im Zoo.

In Petra Piuks dystopischem Roman „Hotel Love“ (Leykam) ist das Jahr 2031 angebrochen: Frauenrechte sind abgeschafft, Männer und KI regieren. Die „neue Familie“ wird propagiert, und ein Mann erschafft sich die perfekte, gehorsame Partnerin. Bitterböse Satiretrifft auf beklemmende Zukunftsvision – erschreckend nah an der Gegenwart.

Den literarisch-musikalischen zweiten Teil des Abends gestaltet Katja Brunner. In „Die Kunst der Wunde“ (Verlag Der gesunde Menschenversand) seziert sie mit sprachlicher Wucht die Verhältnisse unserer Zeit. In der Vielstimmigkeit öffnen sich gesellschaftlicheRisse: zwischen Freiheit und Kontrolle, Würde und Gewalt, Staat und Körper. Ein aufwühlender Ritt durch Abgründe und Widerstände – und durch die Kraft der Sprache selbst.

Ein Abend zwischen Lesung, Gespräch und Performance, kuratiert von Katha Florin Baur und Franca Schaad vom feministischen salon basel: vier Perspektiven, viele Spiegelungen – und Fragen, die offen bleiben.

Gerne laden wir Sie zwischen Lesung und Gespräch mit Gianna Rovere, Nora Osagiobare und Petra Piuk (20:00 Uhr, Theaterbühne) und der performativen Lesung von Katja Brunner (ca. 21:45 Uhr, Konzertbühne) zu einem Aperitif ein.

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Moderation

Mitwirkende:r

Informationen zum Programm

Veranstaltungsort

Neues Schauspiel

Adresse
Lützner Str. 29 04177 Leipzig

Aussteller