Ein Live-Experiment, das Literatur in visuelle Räume überführt.
Beschreibung
Medienkünstler Chris Kondek, Theatermacherin Christiane Kühl und Creative Coder Manus Nijhoff laden Bestsellerautor Jan Beck dazu ein, mithilfe einer Live-Kamera und einer bildgenerierendenKI die düstere Welt aus seinem neuen Thriller „Dorn. Ruf der Toten“ auf der Leinwand aufscheinen zu lassen. Im Zentrum steht der zweite Fall für Simon Dorn und Lea Wagner – eine Geschichte, in der die Grenzen zwischen Leben und Tod, Mensch und Maschine unheilvollverschwimmen. Was geschieht, wenn eine KI im Namen einer Verstorbenen spricht? Wenn sich die Toten an den Lebenden wenden? Und wenn digitale Spuren eine perfide Mordserie neu entfachen?
Durch dem Roman entliehene Prompts und ein sich ständig transformierendes Kamerabild werden die reale Umgebung und das Publikum des Forums neu imaginiert und in das Setting des Kriminalfalls hineingezogen.Das Forum Mensch und KI verwandelt sich in das leerstehende Hotel Dornwald in Bad Gastein, das Kriminalpsychologe Simon Dorn Zimmer für Zimmer in einen Schaukasten ungelöster Mordfälle verwandelt.
Vermutungen, Fantasien und Erinnerungen erhalten eine flüchtige, visuelle Gestalt. Zwischenräume öffnen sich: Welche Lücken entstehen zwischen dem Imaginierten und dem Konkreten? Das Live Imagination Labmacht „Dorn. Ruf der Toten“ zu einem immersiven Erlebnis, in dem Technologie nicht nur Werkzeug ist, sondern selbst zum unheimlichen Akteur wird.
Christiane Kühl ist Autorin, Redakteurin, Theatermacherin und gelegentlich Kuratorin transdisziplinärer Symposien zwischen Kunst und Theorie. Im WS 2023/2024 tritt sie gemeinsam mit Chris Kondek die Gastprofessur für Interdisziplinäre Künstlerische Praxis und Theorie im Studium Generale der UdK Berlin an. Seit 2004 entwickelt sie gemeinsam mit Chris Kondek Theaterprojekte, Lecture-Performances und Videoinstallationen; seit 2017 unter dem Namen doublelucky productions.
Chris Kondeks künstlerische Praxis ist tief in Medien, Performance und der Untersuchung digitaler Infrastrukturen verwurzelt. Geboren in Boston, begann er seine Karriere mit der wegweisenden Wooster Group in New York und arbeitete mit Laurie Anderson zusammen, bevor er 1999 nach Berlin zog. Seine charakteristische Bildsprache prägt seitdem bedeutende Theater-, Tanz- und Opernproduktionen in ganz Europa, darunter gefeierte Kooperationen mit Meg Stuart, Pierre Audi, Sebastian Baumgarten und Lydia Steier.
Manus Nijhoff ist Creative Coder. Er ist bekannt für transformative Grafiken – sowohl im physischen Raum als auch online – und arbeitet mit einer vielfältigen Mischung an Medien. Seit 2022 ist er aktives Mitglied der Interrobang-Performance-Gruppe. Zuletzt hat er sich intensiv mit Game Design, Entwicklung und generativen Grafiken für Moving Castles beschäftigt. Manus ist zudem aktives Mitglied von Trust Berlin und Mitbegründer des kreativen Studios Touchy Studios in Den Haag.
Jan Beck arbeitete zunächst als Jurist, bevor er sich dem Schreiben widmete. Seine Thriller rund um Inga Björk und Christian Brand landeten allesamt auf der SPIEGEL-Bestseller Liste. Nach demSPIEGEL-Bestseller »DORN. Zimmer 103. Hotel der Angst«, dem Auftakt seiner neuen Thriller-Reihe um den Kriminalpsychologen Simon Dorn und die junge, toughe Ermittlerin Lea Wagner, folgt nun der zweite Band »DORN. Zimmer 203. Ruf der Toten«.